Etwas, das dir beim Trading langfristig sehr helfen kannst, ist ein professionelles und richtig geführtes Handelsjournal.
Kurz zur Erklärung:
In einem Handelsjournal trägt man sämtliche eingegangenen Trades ein. Dabei sollten mindestens folgende Daten dokumentiert werden:
Der Name des gehandelten Wertes, Datum und Zeit, der Markt, die Richtung, der Ein- und Ausstiegskurs, die angewendeten Stopptechnik und der erzielte Gewinn.
Nun, warum ist ein eigenes Handelsjournal für dein Trading so wichtig?
Ich werde es dir sagen:
So wie in jeder anderen Branche auch, musst du natürlich auch beim Online-Trading deine Zahlen jederzeit und exakt kennen. Du musst ganz einfach den Überblick behalten, gerade auch, weil dir in diesem Geschäft niemand kontrollierend über die Schulter schaut. Das Handelsjournal ist so etwas wie deine Buchhaltung, also das Herzstück deines Geschäftes!
Mit Hilfe eines diszipliniert geführten Handelsjournals kannst du u.a. die Schwächen in deinem Handelssystem sofort erkennen und im Keim ersticken.
Kleines Beispiel:
Auf diese Weise habe ich z.B. vor Jahren herausgefunden, dass meine Trades, die ich im 5 oder 10 Minutenchart durchgeführt habe, ein viel schlechteres Ergebnis eingefahren haben, als meine Trades im 15 Minuten-, Stunden- und Tagesbereich.
Als ich dies feststellte, habe ich die Trades im 5 und 10 Minutenchart einfach weggelassen und habe mich auf die Charts in den höheren Zeitebenen konzentriert.
Auf der anderen Seite wirst du mit Hilfe eines Handelsjournals erkennen können, wo die besonderen Stärken in deinem System stecken und wirst diese somit noch weiter perfektionieren und ausbauen können.
Erkennst du die Macht, die dahinter steckt?
So wirst auch du mit der Zeit erkennen, welche Strategie am besten zu dir passt, welche Einstiegssignale besonders gut funktionieren, mit welcher Stopptechnik du deine Trades am besten absicherst und wie viel Kapital du pro Trade einsetzen kannst. Achte aber darauf nie mehr als 1% deines Kapitals pro Trades zu investieren!
Zusätzlich – das hat die Vergangenheit gezeigt – wirkt das Wissen um deine Zahlen auch sehr beruhigend auf deine Gefühlswelt: Stell dir z.B. vor, du steckst in einer Phase mit sehr vielen Verlust-Trades hintereinander. Normalerweise würde dich das wahrscheinlich beunruhigen und dich am System zweifeln lassen…
Da du aber ein Handelsjournal über alle Trades führst, kannst du die letzten Aktionen in aller Ruhe analysieren und feststellen, ob es einfach an der derzeitigen Markt-Situation liegt oder du tatsächlich ein paar Fehler gemacht hast. Zusätzlich kannst du dann in deinen Statistiken nachprüfen, ob so eine Verlust-Serie in deinem System vielleicht völlig normal ist und gar kein Grund zur Besorgnis besteht.
All diese Dinge kannst du nur mit einem richtig geführten Handelsjournal herausfinden!
Also, fang noch heute damit an dein eigenes Handelsjournal zu führen. Notiere einfach jeden deiner Trades genau mit allen oben genannten Angaben und vielleicht noch ein paar weiteren, die du für dein System für notwendig erachtest.
Achte aber bitte darauf, nicht zu viele verschiedene Daten in die Tabelle aufzunehmen, da du sonst schnell den Überblick verlieren könntest. Konzentriere dich für den Anfang lieber nur auf die wirklich wichtigen Informationen – komplizierter kannst du es später immer noch machen!
Und noch was: Beachte bitte, dass eine Handvoll Trades natürlich nicht unbedingt aussägekräftig ist, um bereits ein Urteil über dein gehandeltes System zu fällen. Du musst der Sache die nötige Zeit geben, wenigstens ein paar Monate, um die ersten Schlussfolgerungen zu ziehen.
Wie gesagt, fang ab sofort damit an dein Handelsjournal zu führen. Der Zeitaufwand ist wirklich absolut minimal und du kannst dadurch nur gewinnen.
Achtung: Der Handel mit Finanzprodukten (z.B. CFDs) ist mit hohen Risiken verbunden. Sie sollten nur handeln, wenn Sie eventuell eintretende Verluste auch tragen können. Es besteht sogar die Gefahr, das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren!
